Sizilianische Pistaziencreme Rezept

sizilianische

Crema di Pistacchio – sizilianische Pistaziencreme – gehört zu den Klassikern der italienischen Küche. Sie schmeckt als Brotaufstrich ebenso wie als Füllung für Gebäck oder als Zutat in Desserts, etwa in einem Pistazien-Tiramisu. Das Beste: Für die Zubereitung brauchen Sie nur fünf Zutaten und rund 30 Minuten Zeit – 15 Minuten Vorbereitung, 15 Minuten am Herd.

Die Zutaten im Überblick:

  • 120 g ungesalzene Pistazien
  • 100 g weiße Schokolade
  • 110 g Puderzucker
  • 50 ml Milch
  • 30 g Butter

Eine Portion schlägt mit 464 kcal zu Buche und liefert neben Kohlenhydraten auch pflanzliches Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren. Pistazien enthalten zudem Antioxidantien sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Warum sizilianische Pistazien?

Sizilianische Pistazien gelten als einige der besten der Welt – allen voran die Bronte-Pistazie vom Fuß des Ätna. Sie macht über 90 Prozent der italienischen Pistazienproduktion aus, aber nur etwa 2 Prozent der Weltproduktion, und wird wegen ihres intensiven Geschmacks und der leuchtend grünen Farbe geschätzt. Mehr über Anbaugebiete und Sorten lesen Sie in unserem Beitrag zur Herkunft der Pistazien.

Die Rezeptur selbst ist bewusst schlicht: Bronte-Pistazien, gute weiße Schokolade, ungesalzene Butter, Puderzucker und Milch. Jede Zutat hat ihre Aufgabe – die Schokolade sorgt für Schmelz und Süße, Butter und Milch machen die Creme geschmeidig, der Puderzucker rundet ab. Die sizilianische Küche, geprägt von Griechen, Arabern, Normannen und Spaniern, setzt seit jeher auf wenige, dafür hochwertige regionale Zutaten.

Schritt für Schritt zur Pistaziencreme

Der wichtigste Schritt ist die Vorbereitung der Pistazien: Erst ohne ihre Haut entfalten sie Farbe und Aroma richtig.

Vorbereitung der Pistazien

  1. Pistazien in heißem Wasser kochen.
  2. Die Haut sorgfältig entfernen.
  3. Kerne im Mixer zu einer feinen Paste mahlen.
  4. Paste mit Butter, Milch und zerbrochener weißer Schokolade mischen.
  5. Langsam erhitzen und dabei stetig rühren, bis eine homogene Masse entsteht.
  6. Creme bei Raumtemperatur abkühlen lassen.

Zwei Punkte entscheiden über die Konsistenz: Erhitzen Sie die Mischung langsam und rühren Sie durchgehend, sonst setzt die Schokolade an. Und lassen Sie die Creme wirklich erst abkühlen, bevor Sie sie abfüllen oder weiterverarbeiten – beim Abkühlen zieht sie merklich an.

Tipps aus der Praxis

Das Häuten der Pistazien geht am schnellsten, wenn Sie die noch warmen, abgetropften Kerne in ein sauberes Küchentuch geben und kräftig darin rubbeln – der Großteil der Häutchen löst sich dabei von selbst. Der Aufwand lohnt sich doppelt: Ohne die bräunlichen Häute schmeckt die Creme feiner und bekommt ihre typische grüne Farbe.

Ist die fertige Creme zu fest geraten, rühren Sie esslöffelweise warme Milch unter, bis die gewünschte Streichfähigkeit erreicht ist. Zu flüssig? Dann einfach länger abkühlen lassen – durch die weiße Schokolade und die Butter dickt die Masse im Kühlschrank deutlich nach. Und noch ein Hinweis zur Portionsgröße: Die Creme ist gehaltvoll, als Brotaufstrich genügen schon ein bis zwei Teelöffel.

Aufbewahrung und Verwendung

Füllen Sie die fertige Creme in ein sauberes Schraubglas und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf. Vor dem Verstreichen kurz Zimmertemperatur annehmen lassen, dann ist sie wieder streichzart.

Die Creme passt aufs Frühstücksbrötchen, in Torten oder als Topping auf Eis. Auf Sizilien füllt man damit klassisch Cannoli – und auch Pistazien-Croissants profitieren von einer Schicht der Creme. Wie sich selbst gemachte Creme von gekauften Produkten unterscheidet, zeigt unser Vergleich verschiedener Pistaziencreme-Marken – und wer eine Variante ohne Schokolade sucht, findet den Unterschied im Beitrag Pistazienmus vs. Pistaziencreme erklärt. Eine alternative Grundrezeptur mit Schritt-für-Schritt-Bildern bietet unsere DIY-Anleitung zur eigenen Pistaziencreme.

Quellenverweise